Schildläuse

Die markanteste, die erfolgreiche Bekämpfung erschwerende Eigenschaft von allen Schildläusen ist, dass das Weibchen die Eier unter dem eigenen Körper ablegt und anschließend stirbt. Es entstehen dadurch bis zu einige Monate lang dauernde Entwicklungsphasen, in denen die Schädlingsembryos durch die Eihaut und durch den Weibchenschild „doppelt“ geschützt sind. Die Schlüpfzeit der Larven ist auch unterschiedlich.

Napfschildlaus (Eulecanium corni)

Die Napfschildlaus ist eine weit verbreitete Schildlausart, die in erster Linie auf Pflaumen und Zwetschen zu finden ist. Pfirsiche, Reben, Stachel- und Johannisbeeren und andere Laubgehölze können aber auch befallen werden.

(Zur schrittweisen Erklärung der Schadbildentwicklung klicken Sie bitte die dunklen Pfeile unterhalb der Grafik!)

Gemeine Kommaschildlaus (Lepidosaphes ulmi)

Diese bei uns bekannteste Schildlausart kommt in erster Linie auf Apfel-, aber auch auf Birn-, Kirschen- und Pflaumenbäumen und sogar auf Johannis- und Stachelbeeren sowie bei vielen Zierbäumen vor.

Im Winter können die Schildlauskrusten am besten mit einer Drahtbürste abgekratzt werden.

Eine Austriebsspritzung ist praktisch nur im Verbund mit dem Abkratzen der Schilder wirksam, da die Eier nur so mit dem Austriebspritzmittel erreicht werden können.

Eine erfolgreiche Bekämpfung garantiert eine Behandlung der Larven im Mai/Juni, nachdem sie die Schilder verlassen und bevor sie ihr eigenes Schild aufgebaut haben. Da es sich praktisch um wenige Tage handelt, lohnt es sich schon ab dem Ende der Blüte die Schildläuse mit einer Lupe zu beobachten, um die gerade ausgeschlüpften „ungeschützten“ Larven mit einer Spritzmaßnahme zu „erwischen“.

Die bei der Napfschildlaus genannten Bekämpfungsmittel sind auch bei diesem Schädling wirksam.