Raupenfraß kann schon beim Austrieb beginnen!

Die während des Austriebes ausschlüpfenden Räupchen, z.B. die des Frostspanners (dort wo man ab Oktober keine Raupenleimringe angelegt hatte), des Ringelspinners, der Apfelbaumgespinstmotte oder die zu dieser Zeit aus dem Winterschlaf geweckten Raupen des Stachelbeerspanners, des Fruchtschalenwicklers bzw. des Roten Knospen­wicklers und viele andere, beginnen ihr großes Fressen an den austreibenden Knospen, jungen Blättchen und Blütenansätzen. Diese frühen Fraßschäden können verheerende Folgen auch für die zukünftige Ernte bedeuten.

Ab dem „Mausohrstadium“ sollen die Bäume und Sträucher genaustens und regelmäßig auf die Schädlinge hin untersucht werden. Bei einzelnen Schädlingen sollen diese anschließend per Hand abgesammelt bzw. zerdrückt werden. Bei starkem Befall sollte eine biologische oder chemische Spritzmaßnahme in Betracht gezogen werden, bevor sie einen immer größer werdenden Schaden anrichten und bevor manche von ihnen ein Gespinst ausrichten, in dem sie durch die Spritzbrühe praktisch unerreichbar werden. Wenn man es soweit kommen gelassen hat, sollen die Gespinste samt Raupen bzw. Puppen ausgeschnitten und vernichtet werden.

Für die biologische Bekämpfung sind z.B. folgende Bacillus thuringiensis-haltige Produkte geeignet:

Raupenfrei Xentari – Neudorff (Kernobst, Weinrebe)
Bayer Garten Universal Raupenfrei Lizetan (Kernobst, Steinobst)

Eine chemische Bekämpfung kann mit folgendem Produkt durchgeführt werden:

Bayer Garten Schädlingsfrei Calypso Perfekt AF